Liebe, das überfliessende Paradox

Osho_Zen-Tarot
Queen of Fire
(for english version please scroll down)

Wenn wir auf diese Welt kommen, lernen wir von unserem Umfeld, dass alles begrenzt ist, oder in begrenzte Form existiert. 
So dass der Mensch (aus Angst) fest hält, an allen: Geld, Dinge, Menschen, Zeit, Liebe, Situationen, Vergangenheit. 

Man hält sich zurück, weil man fürchtet, man wird weniger. Das Geben ist dosiert. Die Veränderung wird nicht zugelassen, weil, ach, gestern war doch so schön! Misstrauen gegenüber dem Morgen. Daher oft die düsteren Zukunftsvisionen.Wir können Menschen nicht loslassen, weil, ja, es war so schön! Auch wenn jetzt nichts mehr passt, aber es war sooo... schön. Ich habe keine Zeit (für niemanden), weil ich arbeiten muss, weil Zeit ist Geld. Ich erzähle nichts von meinem Wissen, und Weisheit, ich gebe Liebe nur dosiert, wie wenn Liebe Scheine wären, die dann weg wären. Ist es wahr?

So lebt irgendwie jeder für sich, wie eine kleine Insel, abgetrennt vom Ganzen, Angst, Misstrauen, denn der Andere könnte ja einem etwas wegnehmen. Oder ich habe vielleicht nicht genug, und müsste horten, oder gar auf die Nachbar-Insel... auf Raubzüge.


Und dann gibt es die Geschichte mit der leeren Hand oder Tasse aus der buddhistischen Lehre:
Wie kann die Tasse gefüllt werden, wenn sie voll ist?
Wie kann etwas in die Hand gelegt werden, wenn sie wie zur Faust geballt ist um etwas festzuhalten?

Woran hältst du noch fest von gestern? Menschen, Ereignisse, Gedanken, Glauben, Emotionen etc.?
Kannst du erlauben, zulassen: neue Menschen, Ereignisse, Gedanken, Glauben, Emotionen etc.?

Ganz am Anfang gab es nur die Eltern. Ganz am Anfang gab es nur eine Sprache. Ganz früher gab es für Menschen nur 5 Planeten. Irgendwann wurde es mehr, mehr Menschen, Orte, Räume, Sprachen, ja gar Planeten in unserem Sonnensystem. Also mehr Möglichkeiten, mehr Aussicht.

Natürlich tut es weh, wenn jemand, den wir lieben, geht. Und doch ist es nicht schön, dass dieser jemand uns er ermöglicht/gezeigt hat, wie tief wir lieben können, wie tief wir empfinden können, und ist es nicht eines der größten Geschenke, wenn wir Menschen diese Erfahrungen machen dürfen, so geliebt zu haben! Statt also aus Angst vor dem Schmerz mein Herz zu verschliessen, lasse ich lieber sperrangelweit offen, um 100% zu leben statt 20%.


Und dann lernen wir gar neues Denken:
die überfliessende Liebe, die mehr wird, je mehr sie gibt?!

Kannst du diesen neuen Gedanken erlauben, dass, wenn man etwas zu geben hat, sich reich fühlt? Vielleicht fällt es einem dann auch leichter, zu nehmen.
Die Fülle, der Überfluss, das ist das Prinzip der Natur.

Es heißt nicht, dass man bedenkenlos alles aus dem Fenster schmeißt. Wo die Quelle der Liebe, bzw. des Lebens bei jedem sitzt, muss er schon selber herausfinden.

Mir ging es auf jeden Fall so mit meinen kreativen Projekten, immer wenn ich etwas ausprobiert hatte, hatte ich schon die nächsten Ideen. Also, offenbar, wenn etwas aus diesem Meer von Möglichkeiten/Potentialen in das Sichtbare, Erlebte, gebracht wird, öffnet man irgendwo eine Schleuse. 

Auch die Begegnungen mit Menschen helfen mir meinen Reichtum zu sehen, was ich alles kann, was ich zu geben habe. Nicht nur materiell in Form von Essen, Zöpfe flechten, sondern auch immateriell, was für ein Mensch ich bin, woran ich glaube, was meine größere Vision ist.

Da es offenbar ein neuer Gedanke ist, eine neue Erfahrung, suche ich es mit Worten selber zu beschreiben, zu verstehen. Es ist definitiv keine Kopfsache, sondern eine Herzensangelegenheit.

* * *

Love: the ever-flowing paradox

When we come into this world, we learn from our environment, that everything is limited. Thus man tends to hold tight everything, out of fear: money, things, people, time, love, situations, the past.

One holds back: because one fears, that one becomes less. The giving is controlled. Change is not allowed, because, alas, yesterday, it was so nice! One distrusts the future, hence the gloomy visions of future. We can not let go of people, well, because it was so nice, even now it doesn't fit anymore, but, alas, yesterday... I don't have time (for nobody), because I have to work, because time is money. I don't share any of my knowledge, wisdom, I love a little bit, as if Love were dollar bills, that would diminish. It it true?

So somehow everyone lives isolated, like an island, separated from the whole. Fear. Distrust, as if the other could take away something from you. Or, I could be in lack, so I need to hoard, or even invade the other island...?


But then there is the story of the empty hand or cup in the buddhist teaching:
How can you fill a cup, when it was full?
How can you lay something in a hand, that is clinched?

What are you still holding firm from yesterday? People, incidents, thoughts, believes, emotions etc.?
Can you allow: new people, new incidents, thoughts, believes, emotions etc.?

In the very beginning there were only the parents. In the very beginning there were only one (or two) language. Earlier in men's History there were only 5 planets. At some point there became more, more people, places, spaces, languages, even more planets in our solar system. With all of it more possibilities, more perspectives.

Of course it hurts wenn someone we loved goes. But isn't it beautiful, that this very person showed us/gave us the chance to love so deeply, to feel so deeply. And isn't it one of the biggest gifts, that us human can make these kind of experiences! So rather to shut my heart out of fear of pain, I'd rather open it wide open: to live 100% than only 20%.

And then we learn even a new thought:
the overflowing Love, that grows, when it gives?!

Can you allow this new thought, that, when you give, you feel rich? Maybe then the receiving becomes more easy?
The Abundance, the Overflow, that is the principle of Nature.

It doesn't mean to spend everything now without thinking. What your specific source of Love/Life lies, that you will have to find out for yourself.

I made the experience with my creativity, that whenever I tried out something new, I had immediately new ideas. So, obviously, when something out of this ocean of possibilities/potentials comes into the Visible, Material, you open the floodgate.

Also, the encounter with people helps me to see my abundance: what I can give, not only in the material, like food, or to braid, but also in the immaterial: what a person I am, what I do believe in, what is my bigger vision.

As it is a new thought, a new experience, I still try to describe it, for myself, to understand. It is definitely not a head-thing, but a matter of Heart.

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